Verschiedene Häuser: Hausarten, Planung und Förderung im Überblick

Helen Linder, Teamleiterin Finanzierungsberatung Bonn, Interhyp AGvon Helen Linder, Teamleiterin Finanzierungsberatung

Bei diesen Häusern können unterschiedliche Bauweisen, Materialien und Energieeffizienzstandards zum Einsatz kommen. Die konkrete Ausgestaltung hängt von Planung, Bauweise und Ausstattung des jeweiligen Gebäudes ab.


Das Konzept von nachhaltigen Häusern berücksichtigt die Umweltwirkungen eines Gebäudes über seinen gesamten Lebenszyklus. Unter Berücksichtigung von Herstellung, Errichtung, Nutzung und weiteren Lebenszyklusphasen entfallen rund 40 % der Treibhausgasemissionen in Deutschland auf den Gebäudebereich.¹

Unsere Ratgeberseiten rund um nachhaltige Häuser geben Ihnen einen ersten Überblick über Wohnformen wie Passiv-, Energieeffizienz-, Öko- oder Holzhaus. Entdecken Sie die Unterschiede dieser Hausarten, ihre Vor- und Nachteile sowie spezifische Merkmale der Bauweise. Zudem erhalten Sie praktische Tipps zur Finanzierung eines nachhaltigen Hauses und möglichen Fördermitteln.

Planung und Bau: erste Schritte zum nachhaltigen Haus

Man sieht eine Familie mit zwei kleinen Kindern im Arm im Grünen stehen, während sie auf ihr Haus blicken. Der Vater zeigt mit dem Zeigefinger auf das Eigenheim.

Das Fundament für mehr Nachhaltigkeit legen Sie bereits in der Planungsphase. Eine grundlegende Entscheidung ist dabei, ob Sie sich Ihr Haus mit einem Bauunternehmen und den verschiedenen Gewerken bauen möchten, oder ob ein Fertighaus die richtige Wahl für Sie ist. Während Sie ein gebautes Haus deutlich individueller nach Ihren Wünschen gestalten können, bietet ein Fertighaus den Vorteil einer kurzen Planungs- und Bauzeit.

Generell gibt es eine Vielzahl an Möglichkeiten, nachhaltig zu bauen. Zu den beliebtesten nachhaltigen Häusern finden Sie hier weiterführende Informationen:

Nachhaltig bauen mit natürlichen Materialien

Ein Vater und sein kleiner Sohn planzen gemeinsam einen kleinen Baum inmitten einer Wiese.

Bei der Errichtung eines Hauses spielt die Wahl der Baustoffe eine wichtige Rolle. Dazu zählen unter anderem Holz aus zertifizierter Forstwirtschaft, Lehm oder Hanf. Die verwendeten Materialien können die Eigenschaften eines Gebäudes sowie die mit Herstellung, Nutzung und Verwertung verbundenen Umweltwirkungen beeinflussen.²

Energieeffizienz

Ein wichtiges Merkmal nachhaltiger Häuser ist ein niedriger Energiebedarf im Betrieb. Erkennbar ist er zum Beispiel an einer hohen Effizienzklasse im Energieausweis oder an einem Effizienzhaus-Standard der KfW. Energetische Aspekte wie gut isolierte Fenster und Türen sowie eine optimale Wärmedämmung sind daher zentral. Zudem spielt in der Regel die Produktion eigener Energie, beispielsweise durch Photovoltaikanlagen, eine wichtige Rolle bei Planung und Bau.

Kosten und Förderungen

Das Foto zeigt ein Sparschwein, dass auf verschiedenen Blättern steht. Im Hintergrund sieht man eine Hand, die gerade etwas in einen Taschenrechner eingibt.

Nachhaltiges Bauen ist oft mit höheren Anfangsinvestitionen verbunden. Ob sich höhere Investitionskosten wirtschaftlich auswirken, hängt unter anderem von Energiepreisen, Gebäudeausstattung und Nutzung ab. Staatliche Fördermittel und Förderprogramme wie das der KfW oder das BAFA machen die Finanzierung nachhaltiger Bauprojekte außerdem günstiger.

Zeitrahmen und Dauer

Die Dauer des Baus eines nachhaltigen Hauses hängt von verschiedenen Faktoren wie Bauweise, Größe und individuellen Anforderungen ab. Grundsätzlich sollte ausreichend Zeit für eine sorgfältige Planung und Umsetzung einkalkuliert werden.

Vor- und Nachteile

Vorteile

Nachteile

  • Energieeffizienz: Bei Häusern können je nach Bauweise und Ausstattung unterschiedliche Energieeffizienzstandards umgesetzt werden. Der Energiebedarf eines Gebäudes wird unter anderem durch die Bauweise, die verwendeten Materialien und die technische Ausstattung beeinflusst. In Abhängigkeit von der jeweiligen Ausstattung können auch Systeme zur Energieerzeugung integriert werden.
  • Wohnklima: Natürliche Materialien können die bauphysikalischen Eigenschaften eines Gebäudes beeinflussen.
  • Werterhalt: Die Wertentwicklung einer Immobilie hängt von verschiedenen Faktoren wie Lage, Zustand und Marktentwicklung ab.
  • Ökologischer Fußabdruck: Die Umweltwirkungen eines Gebäudes hängen unter anderem von Bauweise, Materialien und Nutzung ab.
  • Startkosten: Die Investition in ökologische Baustoffe und Technologien ist anfangs höher als in konventionelle Lösungen. Ob sich höhere Anfangsinvestitionen wirtschaftlich auszahlen, hängt vom jeweiligen Einzelfall ab.
  • Planung und Markt: Nachhaltiges Bauen erfordert eine umfangreiche und durchdachte Planung. Die teils eingeschränkte Verfügbarkeit spezialisierter Fachkräfte und bestimmter Materialien kann dabei herausfordernd sein.

Antworten auf Ihre Fragen

Wie kann ich sicherstellen, dass mein Haus nachhaltig ist?

Die Eigenschaften eines Hauses werden durch verschiedene Faktoren beeinflusst. Dazu zählen unter anderem die verwendeten Baustoffe, die Energieeffizienz sowie die Möglichkeit, Energie aus erneuerbaren Quellen zu erzeugen. Es ist empfehlenswert, von Anfang an mit kompetenten Fachleuten zu arbeiten, die auf die architektonische Planung und den Bau nachhaltiger Häuser spezialisiert sind. Zum Erhalt von Fördergeldern lohnt sich die Zertifizierung „Qualitätssiegel Nachhaltiges Gebäude“ (QNG).

Welche Baustoffe gelten als besonders nachhaltig?

Holz aus nachhaltiger Forstwirtschaft, Hanf, Lehm und Kalk sind Baustoffe, die aufgrund ihrer Eigenschaften häufig im Kontext ressourcenschonender Bauweisen diskutiert werden. Je nach Anwendung und Lebenszyklus können sie zu einer Verringerung von Treibhausgasemissionen beitragen und bauphysikalische Eigenschaften aufweisen, die sich auf das Raumklima auswirken können.³

Sind nachhaltige Häuser auch förderfähig?

Ja, bei Erfüllung der vorgegebenen Kriterien gibt es für den Bau eines nachhaltigen Hauses staatliche Förderungen. Die Fördermaßnahmen umfassen zinsgünstige Kredite sowie Zuschüsse beispielsweise für Energieeffizienzmaßnahmen oder den Einsatz erneuerbarer Energien.

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Bei Bauvorhaben können neben ökologischen auch wirtschaftliche Aspekte berücksichtigt werden. Die langfristigen Kosten eines Gebäudes können unter anderem durch die Bauweise, den Energiebedarf, die Nutzung und verfügbare Förderprogramme beeinflusst werden.

Unterstützung bei der Planung Ihres nachhaltigen Zuhauses erhalten Sie von fachkundigen Energieeffizienz-Expertinnen und Experten, von spezialisierten Architekturbüros sowie Bauunternehmen. Und wenn es um die Finanzierung Ihres Vorhabens geht, sind wir für Sie da. Mit einer kompetenten, individuellen Beratung, mit jeder Menge Know-how rund um aktuelle Förderungen und mit Top-Zinsen durch den Vergleich der Angebote von mehr als 500 Finanzierungspartnern.

Nachhaltiges Wohnen optimal finanzieren

Sie möchten zukunftsfähig wohnen und planen, um ein nachhaltiges Haus zu bauen? Oder haben Sie vor, Ihre Bestandsimmobilie energetisch zu sanieren? Unsere Interhyp Finanzierungsberaterinnen und Finanzierungsberater freuen sich darauf, Sie zu beraten, wie Sie Ihre Anschaffung optimal finanzieren und welche Fördermittel Ihre Investition noch günstiger machen.

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Verwendete Quellen

  1. Bundesinstitut für Bau-, Stadt- und Raumforschung: Umweltfußabdruck von Gebäuden in Deutschland, S. 3 (PDF)⁠(öffnet in neuem Fenster)

  2. Bundesanstalt für Materialforschung und -prüfung: Lehm: Uralter Baustoff mit ökologischer Zukunft⁠(öffnet in neuem Fenster)

  3. Bundesanstalt für Materialforschung und -prüfung: Lehm: Uralter Baustoff mit ökologischer Zukunft⁠(öffnet in neuem Fenster)